Armenien und Dänemark unterzeichnen Absichtserklärung zur Vertiefung der politischen, wirtschaftlichen und demokratischen Zusammenarbeit

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Am 11. November traf der armenische Außenminister Ararat Mirsojan mit dem dänischen Außenminister Lars Løkke Rasmussen und der Ministerin für europäische Angelegenheiten Marie Bjerre zusammen, um über die Stärkung der Beziehungen zwischen Armenien und Dänemark, die Beziehungen zwischen Armenien und der EU, die regionale Zusammenarbeit und Projekte wie TRIPP und Kreuzung des Friedens zu sprechen und eine Absichtserklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit zu unterzeichnen.

Treffen mit Lars Løkke Rasmussen

Am 11. November traf Ararat Mirsojan in Kopenhagen mit Lars Løkke Rasmussen zusammen. Während des Treffens führten die Minister zunächst ein privates Gespräch, gefolgt von Gesprächen in erweiterter Runde unter Beteiligung ihrer Delegationen. Sie besprachen die gesamte bilaterale Agenda zwischen Armenien und Dänemark und vereinbarten, ihre Partnerschaft durch einen aktiven politischen Dialog, wirtschaftliche Zusammenarbeit und andere Initiativen von gemeinsamem Interesse zu stärken.

Mirsojan und Rasmussen loteten praktische Möglichkeiten zur Ausweitung der Zusammenarbeit aus, darunter potenzielle Projekte zur Förderung von Geschäftsbeziehungen, Investitionen und Wissensaustausch in den Bereichen Innovation, erneuerbare Energien und anderen Bereichen. Beide Minister betonten, dass Armenien und Dänemark trotz der geografischen Entfernung ein starkes Bekenntnis zu demokratischen Werten und gleichgesinnten Partnerschaften teilen. Minister Mirsojan hob hervor, wie wichtig Armenien die Unterstützung Dänemarks für seinen demokratischen Weg ist, und bedankte sich für die Aufnahme Armeniens in die Initiative „New Democracy Fund 2023-2026”.

Die Gespräche befassten sich auch mit den laufenden Bemühungen zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Armenien und der EU unter Berücksichtigung der aktuellen EU-Ratspräsidentschaft Dänemarks. Ararat Mirsojan gratulierte seinem Amtskollegen zur erfolgreichen Organisation des Gipfeltreffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPC) und würdigte die Bereitschaft Dänemarks, seine Erfahrungen bei der Vorbereitung des bevorstehenden EPC-Gipfels 2026 in Eriwan weiterzugeben. Beide Minister nahmen die aktive Dynamik der Zusammenarbeit zwischen Armenien und den nordischen und baltischen Staaten (NB8) zur Kenntnis und tauschten sich über regionale Fragen aus. Im Zusammenhang mit dem zwischen Armenien und Aserbaidschan geschlossenen Friedensabkommen sprachen sie über Möglichkeiten zur Aufhebung der Transportsperre, was zur Erweiterung des Verbindungsnetzes zwischen Europa und Zentralasien beitragen würde.

Im Anschluss an das Treffen unterzeichneten Ararat Mirsojan und Lars Løkke Rasmussen eine Absichtserklärung zwischen den Außenministerien Armeniens und Dänemarks. Die Erklärung unterstreicht die Bedeutung einer weiteren Vertiefung der Partnerschaften zwischen Armenien und Dänemark sowie zwischen Armenien und der EU. Es verpflichtet beide Länder, die schrittweise Angleichung Armeniens an die EU-Standards zu unterstützen, seine Souveränität und Widerstandsfähigkeit zu stärken und die demokratischen Institutionen zu festigen. Regelmäßige politische Konsultationen werden fortgesetzt und die Zusammenarbeit in den Bereichen grüne Wende, erneuerbare Energien, Menschenrechte, Kultur und anderen Bereichen von gemeinsamem Interesse gefördert.

Treffen mit Marie Bjerre

Am selben Tag traf Mirsojan mit Bjerre zusammen, um die Vertiefung der Partnerschaft zwischen Armenien und der EU zu erörtern. Die Minister betonten die Bedeutung der Verabschiedung der neuen Partnerschaftsagenda, die darauf abzielt, die bilateralen Beziehungen auf eine qualitativ höhere Ebene zu heben. Sie besprachen die jüngsten Erfolge und die nächsten Schritte, darunter die Fortschritte bei der Visaliberalisierung. Minister Mirsojan stellte fest, dass die Entwicklung der Beziehungen zwischen Armenien und der EU die Bestrebungen der armenischen Bürger widerspiegelt, wie sie in dem Anfang dieses Jahres verabschiedeten Gesetz zum Beginn des EU-Beitrittsprozesses Armeniens zum Ausdruck kommen.

Sie tauschten sich über die Herausforderungen für die demokratische Entwicklung Armeniens und die Möglichkeiten für den Austausch bewährter Verfahren aus. Sie hoben die anhaltende Unterstützung der EU bei der Stärkung der Widerstandsfähigkeit Armeniens hervor, unter anderem bei der Bekämpfung hybrider Bedrohungen. Die Gespräche befassten sich auch mit der bilateralen sektoralen Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Verkehr und Handelsdiversifizierung. Außerdem wurden die Vorbereitungen für den nächsten Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft erörtert, der am 4. Mai 2026 in Eriwan stattfinden soll. Minister Mirsojan stellte neue Möglichkeiten der regionalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit vor, die sich nach dem Friedensschluss zwischen Armenien und Aserbaidschan im Anschluss an den Friedensgipfel vom 8. August ergeben haben. In diesem Zusammenhang wurde auch die Initiative „Kreuzung des Friedens“ der armenischen Regierung und ihr integraler Bestandteil, das Projekt „TRIPP-Route“, dessen Umsetzung mit dem Programm „Global Gateway“ der EU im Einklang steht, erörtert.

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