Armenische Exporteure passen sich nach APS+-Austritt an EU-Zölle an
Im Januar 2022 trat Armenien aus dem Allgemeinen Präferenzsystem Plus (APS+) der Europäischen Union aus, einem Programm, das über zwei Dritteln der Exporte aus berechtigten Entwicklungsländern zollfreien Zugang gewährte. Armenien verlor die Berechtigung für das Programm, nachdem die Weltbank das Land 2017 als Nation mit „oberem mittleren Einkommen“ eingestuft hatte und damit die Schwelle für die APS+-Berechtigung überschritt.
Der Verlust der APS+-Privilegien wirkte sich negativ auf die armenischen Exporte in die EU aus. Exporteure sehen sich nun mit Zolltarifen konfrontiert, die die Kosten armenischer Produkte erhöhen und ihre Wettbewerbsfähigkeit verringern.
Angesichts dieser wirtschaftlichen Herausforderungen führte die armenische Regierung Unterstützungsmaßnahmen ein, um die Wettbewerbsfähigkeit armenischer Produkte auf dem europäischen Markt zu verbessern. Das Wirtschaftsministerium erarbeitete ein Gesetz, um Unternehmen für die in EU-Ländern gezahlten Zolltarife zu entschädigen.
Die erste Phase dieser Initiative konzentriert sich auf bestimmte Sektoren, insbesondere die Prozessfertigung. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die finanzielle Belastung durch Zölle zu verringern, die Exporte zu diversifizieren und sicherzustellen, dass armenische Produkte auf den internationalen Märkten bleiben. Durch die Gewährung von Ausgleichszahlungen hofft die Regierung, die Exportleistung zu stabilisieren, das Produktionswachstum aufrechtzuerhalten und die globale Wettbewerbsfähigkeit armenischer Waren zu erhalten.
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