Armenischer Minister berichtet über erste Treibstoffimporte aus Aserbaidschan angesichts des historischen Rückgangs des Kriegsrisikos
Am 6. Februar erklärte Geworg Papojan, der Wirtschaftsminister Armeniens, dass zwei Waren aserbaidschanischer Herkunft (Benzin und Dieselkraftstoff) nach Armenien gelangt seien, während bisher keine Waren armenischer Herkunft nach Aserbaidschan exportiert wurden.
Während einer Pressekonferenz erklärte Geworg Papojan, dass beide Märkte einander noch relativ fremd seien, und merkte an, dass die Handelsentwicklung weitgehend vom Privatsektor vorangetrieben werde, während der Staat die Bedingungen durch politische Vereinbarungen, die Öffnung von Straßen und die Wiederherstellung von Eisenbahnlinien erleichtere.
Er betonte, dass trotz erheblicher Fortschritte einige Infrastrukturen, wie etwa eine direkte Eisenbahnverbindung im Rahmen des TRIP-Projekts, noch in der Entwicklung seien und voraussichtlich in einigen Jahren fertiggestellt würden. Der armenische Wirtschaftsminister hob hervor, dass direkte Kommunikationswege zwar existieren und geöffnet wurden, diese jedoch noch nicht vollständig für den Warentransport durch Armenien in die Türkei oder umgekehrt genutzt werden.
Er bezeichnete den Prozess als langwierig und komplex und stellte den aktuellen Fokus auf Handel und wirtschaftliche Vorteile der Situation vor zwei Jahren gegenüber, als das Kriegsrisiko die Diskussionen dominierte. Papojan erklärte: „Über Frieden zu sprechen, nicht über Krieg, ist bereits hervorragend. Über die Vorteile des Friedens zu sprechen, ist ein sehr gutes Gespräch, das wir intensivieren müssen, um den Nutzen zu maximieren“.
Er fügte hinzu, dass das bedeutendste Ergebnis der jüngsten Entwicklungen darin bestehe, dass die Wahrscheinlichkeit eines Krieges fast auf Null gesunken sei, während sie vor zwei Jahren noch sehr hoch war. Er betonte, dass der Handel zwischen Armenien und Aserbaidschan, wenn auch noch begrenzt, einen großen Schritt nach vorne in den bilateralen Beziehungen darstellt. Zum Thema Türkei merkte Geworg Papojan an, dass diese wirtschaftlich Armeniens größter Nachbar sei, und hob das Potenzial für eine Grenzöffnung hervor mit den Worten: „Ich hoffe, dass es bald positive Nachrichten in dieser Angelegenheit geben wird“.
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