Georgische Gesetzgeber besuchen China, um Beziehungen zu stärken und den Mittleren Korridor zu fördern
Eine Delegation hochrangiger Parlamentarier der Partei Georgischer Traum ist nach China gereist, um die bilateralen Beziehungen zu stärken und Möglichkeiten für eine erweiterte Zusammenarbeit zu erkunden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Mittleren Korridor lag, einer zunehmend wichtigen Handelsroute zwischen Europa und Asien. Der Delegation gehörten der Vizepräsident des Parlaments, Giorgi Volski, sowie die Ausschussvorsitzenden Nikoloz Samkharadze (Auswärtige Angelegenheiten), Mariam Lashkhi (Bildung), Shota Berekashvili (Wirtschaftspolitik) und Gela Samkharauli (Landwirtschaft) an. Der Besuch spiegelt das anhaltende Engagement der georgischen Regierung für nicht-westliche Partner wider, nachdem 2023 eine strategische Partnerschaft mit China erklärt wurde. Dies geschieht inmitten zunehmender Spannungen zwischen Tiflis und den westlichen Staaten.
Die georgischen Vertreter trafen mit einer Vielzahl chinesischer Beamter zusammen, darunter Vertreter der Kommunistischen Partei Chinas, des Nationalen Volkskongresses, des Zentrums für Sprach- und Bildungskooperation des Bildungsministeriums und der Chinesischen Handelskammer für Import und Export von Technologie und geistigem Eigentum (CCTIP). Außerdem fanden Treffen mit lokalen Behörden in Shenzhen und Führungskräften großer Technologieunternehmen statt.
Laut einer Erklärung der Regierungspartei zielte der Besuch darauf ab, den institutionellen Dialog zu verbessern, sektorale Partnerschaften zu stärken und Georgien strategisch als zentralen Akteur auf der transkontinentalen Handelsroute zu positionieren. Die Delegation hob die strategische Lage Georgiens als Transitstaat hervor und wies darauf hin, dass ein Anstieg des Frachtvolumens um 30 % seit 2022 die wachsende Bedeutung des Landes unterstreicht. Sie verwies auch auf die unterstützende Haltung der Europäischen Union als Bestätigung der allgemeinen internationalen Bedeutung der Region.
Für China ist Georgien ein wertvoller Partner bei der Diversifizierung der Routen zu den europäischen Märkten, wobei der Mittlere Korridor als vorrangige Alternative zu den nördlichen Transitrouten gilt, die durch politische und sicherheitspolitische Probleme eingeschränkt sind.
Die übergeordnete Botschaft lautete, dass diese sich entwickelnde Partnerschaft erhebliche sozioökonomische Vorteile für Georgien mit sich bringen könnte, wobei der Schwerpunkt auf Bildungsaustausch, landwirtschaftlicher Zusammenarbeit und wirtschaftlicher Entwicklung im Zusammenhang mit einer gemeinsamen Vision einer vertieften Ost-West-Verbindung liegt. Vize-Sprecher Volski stellte die Initiative als einen Transformationsprozess und nicht nur als Transitprojekt dar. Er betonte, dass die Lage Georgiens der Logik der Entwicklung der Seidenstraße entspreche und dass der Mittlere Korridor nun eine „Notwendigkeit für moderne Handelsströme” sei. Er kam zu dem Schluss, dass die aktive Beteiligung Georgiens als Katalysator für eine umfassendere regionale Integration dienen und damit seine Rolle in der eurasischen Logistik sowohl für Asien als auch für Europa unverzichtbar machen könnte.
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