Neue Horizonte der Gaskooperation Baku-Almaty
Kasachstans Idee, flüssiges Erdgas (LNG) über das Territorium von Aserbaidschan nach Europa zu liefern, erscheint nach Expertenansicht durch die Möglichkeiten der Eisenbahnstrecke Baku-Tiflis-Kars oder durch bereits bestehende Anlagen im Rahmen des Südlichen Gaskorridor-Projekts realisierbar. Gleichzeitig warnten sie, dass eine groß angelegte Umsetzung dieser Idee eine besondere Infrastruktur erfordere, die für die Arbeit mit LNG in beiden Ländern notwendig sei. Der Chefredakteur der Trend-Informationsagentur Seymur Aliyev erläuterte drei Gründe für Kasachstans Wunschs, Gas über Aserbaidschan nach Europa zu liefern: „Der Transportweg von Aserbaidschan nach Kasachstan wurde gewählt, weil Astana diese zuverlässige Route seit vielen Jahren nutzt. Zweitens wird die Nutzung dieser Route die Beladung eines der größten Infrastrukturprojekte Kasachstans im Ausland ermöglichen – den Batumi-Hafen an der Schwarzmeerküste Georgiens. Drittens ist dies eine zusätzliche Lieferleitung, die sich aus der Diversifizierung der Routen ergibt“.
Der Politikwissenschaftler Rovshan Ibrahimov wiederum machte auf die langfristige Natur der kasachischen Pläne aufmerksam, LNG-Lieferungen durch Aserbaidschan zu organisieren. „Tatsache ist, dass LNG auf teure LNG-Terminals angewiesen ist – aber weder Kasachstan noch Aserbaidschan verfügen über eine solche Infrastruktur. Im Allgemeinen wird Gas in Kasachstan verflüssigt, in Aserbaidschan wieder in Gas umgewandelt und dann über Pipelines des südlichen Gaskorridors in europäische Märkte exportiert“, sagte Ibrahimov. (Vestnikkavkaza, mehr)
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