Russland und die abtrünnige Region Abchasien verlängern Abkommen über sozioökonomische Zusammenarbeit bis 2030
Während der 20. Sitzung der russisch-abchasischen Regierungskommission am 22. Juli in Suchumi wurde eine wichtige Vereinbarung zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Moskau und den De-facto-Behörden der abtrünnigen Region getroffen. Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Novak und Badra Gunba, der De-facto-Präsident der nicht anerkannten Republik Abchasien, vereinbarten, das Grundabkommen über die sozioökonomische Zusammenarbeit bis 2030 zu verlängern. Sie beschlossen außerdem, das Staatsprogramm für die sozioökonomische Entwicklung Abchasiens für den Zeitraum 2022–2025 weiter umzusetzen, das die Grundlage für ein neues Programm für den Zeitraum 2026–2030 bildet. Das erneuerte Abkommen soll bis Ende des Jahres in Kraft treten.
Novak, der als Teil der russischen Delegation Suchumi besuchte, traf sich mit Gunba, um strategische Bereiche der bilateralen Zusammenarbeit zu erörtern und weitere Schritte zur sozioökonomischen Entwicklung Abchasiens zu besprechen. „In den letzten vier Jahren wurde das Programm zur sozioökonomischen Entwicklung der Republik Abchasien erfolgreich umgesetzt. Das Handelsvolumen zwischen unseren Ländern ist um 60 % gestiegen. Nach den Ergebnissen mehrerer Monate des Jahres 2025 belief sich der Anstieg des Handelsumsatzes auf etwa 30 %“, erklärte Nowak. Er betonte die fortgesetzte Unterstützung Russlands und fügte hinzu: „Wir sehen ein enormes Potenzial für die Entwicklung der Landwirtschaft und des Tourismus in der Republik. Abchasien ist für uns ein verlässlicher und freundschaftlicher Partner. Wir haben gemeinsame Ideen und Initiativen, die gleiche Sicht auf die Lage in der Welt, die multipolar werden sollte.“
Gunba räumte die Herausforderungen ein, vor denen die nicht anerkannte Republik steht, zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass diese mit russischer Unterstützung bewältigt werden können. „Für uns ist es sehr wichtig, alle von uns skizzierten Programme umzusetzen. Auf der Grundlage der Ergebnisse von 2022–2025 sehen wir positive Ergebnisse: Der Handelsumsatz ist deutlich gestiegen, das BIP ist um 187 % gewachsen. Ich bin zuversichtlich, dass die Umsetzung des aktuellen Programms der Entwicklung der Wirtschaft unserer Republik einen besonderen Impuls geben wird“, erklärte Gunba.
Die russische Delegation besichtigte auch mehrere wichtige Standorte, darunter den Standort für das künftige Kinderkrankenhaus der Republik und den nach V.G. Ardzinba benannten internationalen Flughafen Suchumi. Novak betonte die Widerstandsfähigkeit und Beständigkeit der bilateralen Beziehungen und erklärte: „Trotz der bestehenden Herausforderungen bleibt unsere Arbeit systematisch und die Zusammenarbeit praktisch. Russland und Abchasien bauen ihre strategische Partnerschaft konsequent weiter aus. Heute schaffen wir zusammen einen gemeinsamen Raum der Sicherheit und Nachhaltigkeit und setzen groß angelegte Programme zur Entwicklung von Schlüsselindustrien um.“
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