Uzbekneftegaz startet 2026 Exploration in Ustyurt mit SOCAR als Betreiber

Am 25. August sprach Bakhodirjon Sidikov, Vorstandsvorsitzender von Uzbekneftegaz JSC, in einem Exklusivinterview mit Report über den Zeitplan für die geologische Exploration, die Aussichten für die Pilotproduktion, die Rolle Aserbaidschans bei der Verbesserung der Verarbeitungskapazitäten und neue Möglichkeiten für die bilaterale Zusammenarbeit.

Sidikov erklärte, dass die geologische Exploration in den Ustyurt-Blöcken im ersten Quartal 2026 beginnen soll, damit genügend Zeit für die organisatorischen und vorbereitenden Maßnahmen, einschließlich der Einholung der erforderlichen Genehmigungen, bleibt. Er erklärte, dass gemäß dem kürzlich unterzeichneten Produktionsaufteilungsvertrag (PSA) die Beteiligungsanteile derzeit paritätisch verteilt sind, die Struktur jedoch Flexibilität für Anpassungen je nach Projektphase zulässt. SOCAR wurde als Betreiber während der Explorationsphase benannt, während Uzbekneftegaz institutionelle und technische Unterstützung leisten wird, darunter die Erleichterung der Genehmigungen, die Übertragung geologischer und geophysikalischer Daten und die Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden. Die mögliche Übertragung von Betreiberfunktionen wird auf der Grundlage der Projektergebnisse und strategischen Interessen geprüft werden.

Gemäß dem PSA wird die geologische Explorationsphase fünf Jahre dauern. Danach wird das Projekt, sofern kommerzielle Reserven bestätigt werden, in die Pilotproduktion und die Erprobung von Entwicklungstechnologien übergehen. Sidikov merkte an, dass bereits geophysikalische und geologische Untersuchungen in einigen Blöcken von Ustyurt durchgeführt wurden und Uzbekneftegaz seinen Partnern gemäß den festgelegten Verfahren archivierte geologische, seismische und Bohrdaten zur Verfügung stellt. Die Anfangsfinanzierung für die Exploration wird von Investoren mit gleichen Verpflichtungen bereitgestellt, während der Staat günstige steuerliche und rechtliche Bedingungen gewährleistet, einschließlich einer Sondersteuerregelung im Rahmen des PSA.

Sidikov bekräftigte auch das strategische Interesse von Uzbekneftegaz an der Teilnahme an internationalen Projekten in Aserbaidschan, einschließlich einer möglichen Beteiligung an den Feldern Shah Deniz, Absheron, Azeri-Chirag-Gunashli und Umid-Babek, entweder als Investor, Betreiber oder Technologiepartner. Er hob die laufenden Gespräche mit SOCAR über gemeinsame Projekte in Bereichen wie Exploration, unterirdische Gasspeicherung, Gaschemie, LNG, Digitalisierung von Öl- und Gasprozessen, Einführung grüner Technologien und Arbeitssicherheit hervor.

In Bezug auf die Zusammenarbeit im Bereich der Petrochemie betonte Sidikov, dass die Entwicklung von Verarbeitungs- und petrochemischen Kapazitäten eine nationale Priorität für Usbekistan darstellt. Uzbekneftegaz prüft aktiv gemeinsame Produktionsanlagen, Rohstoffpartnerschaften, den technologischen Austausch. Die mögliche Lokalisierung der Verarbeitung oder petrochemischen Produktion unter Beteiligung Aserbaidschans unter Berücksichtigung logistischer, infrastruktureller und technologischer Faktoren wird ebenfalls geprüft. Er wies darauf hin, dass Uzbekneftegaz und SOCAR Ende 2023 eine gemeinsame Handelsgesellschaft für den internationalen Handel mit fossilen Brennstoffen gegründet haben, die sich auf die Optimierung der Logistikrouten und den Zugang zu wichtigen Exportmärkten, darunter die Türkei und die Europäische Union, konzentriert. Gleichzeitig wird eine weitere Expansion sowohl im physischen Handel als auch in der flexiblen Versorgung von Drittländern prüft.

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